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"Maß für einen Farb­unterschied, z.B. bezüglich der Wiedergabe eines Farbtons in Vorlage und Druck, in Proof und Druck oder in aufeinanderfolgenden Drucken. In der grafischen Industrie werden die 1976er CIE-Lab-Formel, das 2°-Gesichtsfeld und ein Tageslicht mit 5000 Kelvin zugrunde gelegt. Die Delta-E-Werte bedeuten 0 bis 0,2 nicht wahrnehmbar, 0,2 bis 0,5 sehr gering, 0,5 bis 1,5 gering, 1,5 bis 3,0 deutlich, 3,0 bis 6,0 mittel und über 6,0 stark. Allerdings ist zu beachten, daß die CIE-Lab-Delta-E-Formel gleich groß wahrgenommene Farbdifferenzen oft sehr unterschiedlich bewertet: „Große ?E-Werte können in einem Farbbereich visuell weniger auffallen als kleine ?E’s in einem anderen Bereich!“ (Dr. Ludwig Gall: Messen – Kontrollieren – Rezeptieren unter www.farbmetrik-gall.de.). Prof. Dr. Stefan Brües hält deshalb das veraltete Delta E heute einfach nicht mehr als State of the Art. (Kein Workflow ohne Color Management ?! in: Deutscher Drucker Nr. 2, 25.1.2006, S. 11). In der Druckpraxis löst man dieses Dilemma durch die sinnvolle Ergänzung von Meßtechnik und visueller Farbabstimmung.

Die Abbildungen 1–4 weisen im Farbfeld B10 des Medienkeils, der repräsentativ für den Hautton stehen soll, messtechnisch den gleichen Farbabstand auf: Delta-E 3. Es ist zu erkennen, daß der Delta-E-Wert keine Aussage über die Richtung der Farbverschiebung geben kann. Des weiteren werden die Verschiebungen von Abb. 3 und 4 visuell als nicht gleichabständig zu Abb. 1 empfunden.
->Farbunterschied


Quelle

Haberbeck

Papierlexikon "Deutsch, Englisch, Finnisch, Französisch"

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